Zander, Schill, Sandart, Fogasch
lat. Sander lucioperca

Schonzeit
 15.03. - 30.04.
Schonmaß
 50 cm
Größe / Gewicht
 50 - 100 cm / bis 10 kg
 seltener bis 130 cm / bis 19 kg
Alter
 10 bis 20 Jahre
Beste Angelmethode
 Kunstköder-Spinnfischen
 Ansitzfischen (Pose & freie Schnur)
Bester Köder
 Gummiimitat / Köderfisch / Twister / Wobbler

Bild eines Zanders

Merkmale:
  • Großes Maul mit Hunds- oder Fangzähnen
  • Brustständige Bauchflossen
  • Zwei Rückenflossen, vordere mit Stachelstrahlen
  • In Reihen angeordnete Punkte auf der Rückenflosse
Lebensraum:

Der Zander besiedelt nahezu alle größeren Gewässer der Bleiregion und hält sich bodennah bzw. im Freiwasser auf. Gute Bestände sind auch im Brackwasser anzutreffen. Deshalb ist für den Zander für die Beutejagd der Geruchssinn wichtiger als der Gesichtssinn.

Nahrung:

Wichtigste Beutefische sind für den Zander Ukelei, Stint, Plötze

Fortpflanzung:

Der Zander laicht im Frühjahr (meist April bis Juni) bei 12°C - 15°C Wassertemperatur an hartgründigen 1-3 m tiefen Uferstellen, wo er sich flache Laichgruben baut. Die 150 000 bis 200 000 Eier je kg Körpergewicht werden einzeln abgelegt und haften mit ihren klebrigen Hüllen an Steinen und Pflanzenteilen. Das Männchen bleibt am Nest und schützt das Gelege vor Verschlammung und vor Laichräubern. Die Entwicklung bis zum Schlupf der 5-6 mm langen Larven dauert etwa eine Woche. Sie ernähren sich nach Aufzehren des Dottersacks zuerst von Zooplankton, greifen aber bereits nach wenigen Monaten die Brut anderer Fischarten an. Bereits im Herbst sind sie 6-10 cm lang. Die Männchen werden nach 2-4 Jahren, die Weibchen nach 3-5 Jahren bei Längen von 35 bis 45cm geschlechtsreif.

Angeltechnik:

Der Zander gilt als scheuer, vorsichtiger Fisch, der schwer zu überlisten ist. Besonders große Exemplare über 90 cm Länge und 10 kg Gewicht werden extrem selten gefangen. Als Köder kommen vor allem kleine Rotaugen, Rotfedern und Barsche in Frage. Weitere gute Köderfische sind Ukelei, Gründling und Kaulbarsch. Prinzipiell ist darauf zu achten, dass die Köderfische schlank sind. Hochrückige wie z.B. Brassen werden oft verschmäht. Alternativ kann man auch Fischfetzen oder Fischhälften verwenden. Als Kunstköder eignen sich Gummifische (Shads), Blinker, Wobbler und Twister. Auch Fliegenfischen mit Sinkschnur und Streamern kann erfolgreich sein. Alle Köder sollten zwischen 8 cm und 20 cm groß sein. Besonders in der Nacht fangen schwarze Köder sehr gut, da sie zum Umfeld farblich den stärksten Kontrast bilden. In Ausnahmefällen werden auch Zander auf Würmer und Maden gefangen. Besonders erfolgversprechend sind Stellen, an denen sich viele kleine Fische aufhalten. In Seen sind dies die Scharkanten und Unterwasserberge. In Kanälen und flacheren Teichen sollte man den Zander am Ufer vor Schilf und Seerosenfeldern suchen. Fangzeiten sind an frostfreien Tagen vor allem die Abend- und Nachtstunden und bei Frost die Mittagszeit. Die fängigsten Monate sind Mai/Juni nach der Laichzeit und September bis Dezember. Besonders die großen Exemplare werden in der kalten Jahreszeit gefangen. Die Fangmonate können variieren und sind vom Gewässer abhängig. Besonders bei Hochwasser finden sich die Zander an den ruhigen Stellen im Fluss ein, wo sich dann gezieltes Angeln auf sie lohnt.