Hecht


lat. Esox lucius

Hecht, lat. Esox lucius

Schonzeit
15.02. - 15.04.
Schonmaß
50 cm
Größe / Gewicht
50 - 100 cm / bis 15kg
seltener bis 150 cm / >20kg
Alter
bis 30 Jahre
Beste Angelmethode
Kunstköder-Spinnfischen
Ansitzfischen (Pose & freie Schnur)
Bester Köder
Gummiimitat / Köderfisch / Wobbler / Blinker
Hinweis:

Die Schonzeit bzw. das Schonmaß wurden in der Bezirksfischreiverordnung für den Bezirk Niederbayern für das Jahr 2009 geändert, so dass die hier angegebenen Daten z.T. abweichen können. Die geänderten Einträge können unter Service - Gesetze - Schonzeiten & Schonmaße eingesehen werden.

Merkmale:
  • Weit zurückgesetzte Rückenflosse
  • Entenschnabelförmiges, oberständiges Maul
  • Hat Hunds- und Fangzähne
  • Langgestreckter, torpedoförmiger, seitlich leicht abgeflachter Körper
Lebensraum:

Der Hecht ist ein Standfisch der in Flüssen, Seen und größeren Teichen lebt, wo er sich dann in Ufernähe aufhält. Er bevorzugt Schilfränder und ähnliche Deckungsmöglichkeiten. Daneben gibt es aber auch Hechte, die sich im Freiwasser größerer Seen aufhalten und dort zum Beispiel Felchenschwärmen folgen (so genannte „Freiwasserhechte“). Hechte sind auch im Brackwasser zu finden.

Nahrung:

Der Hecht ernährt sich als Jungfisch bereits von Fischbrut, später dann von allen Arten von Fischen einschließlich Artgenossen (wenn sie zu dicht beieinander stehen). Zudem stehen beim Hecht Frösche, Vögel und kleinere Säugetiere auf dem Speiseplan. Der Hecht steht dabei in dem Ruf, ein sehr aggressiver Raubfisch zu sein. Er besitzt den sogenannten Schnappreflex und kann selbst einer durchs Wasser gezogenen Bananenschale nicht widerstehen, sondern schießt hinterher und schnappt zu. So verschlingen Hechte beispielsweise häufig die Küken von Teichrallen.

Fortpflanzung:

Schon ab November des Vorjahres werden die Reviere der weiblichen Hechte oft von Milchnern „belagert“, die untereinander immer aggressiver werden, je näher die Laichzeit im nächsten Frühjahr rückt. Je nach Wassertemperaturen beginnt die Laichzeit zwischen März und April und dauert bis in den Mai hinein. Während der Laichzeit buhlen meist mehrere Männchen – oft in heftigen Kämpfen – um ein Weibchen, aber nur ein Männchen kommt dann zur Paarung. Während dieser Kämpfe, die zwar in erster Linie aus Rammstößen bestehen, können sich die Hechte untereinander auch durch Bisse sehr stark verletzen. Hechte sind Haftlaicher, das heißt die Eier haften an Unterwasserpflanzen, Ästen oder ähnlichem an. Ein Rogner bildet ca. 40.000 Eier/kg Körpergewicht. Die Vermehrung erfolgt an bewachsenen Uferzonen und auf überfluteten Wiesen. Milchner und Rogner können in der Größe stark differieren, und damit die paarungswilligen Hechtmännchen kein Fressopfer der Weibchen werden, haben diese während der Paarung eine Fresshemmung. Die erlischt aber sehr schnell nach dem Laichen. Nicht selten wird dann das kleinere Männchen vom Weibchen aufgefressen. Aus den Eiern schlüpfen nach 10 bis 30 Tagen Larven, die sich vermittels einer Kopfdrüse ans Substrat kleben. In dieser Zeit zehren sie noch vom Dottersack, doch schon nach kurzer Zeit schwimmen sie frei und stellen sich auf tierische Nahrung um. Diese besteht anfangs aus Wasserflöhen, Hüperlingen und anderem Zooplankton. Aber schon mit einer Körperlänge von 2 cm jagen sie Fischbrut. Die jungen Hechte wachsen sehr schnell und haben im ersten Jahr die 15-cm-Grenze erreicht. Männliche Hechte werden meist mit zwei, weibliche mit vier Jahren geschlechtsreif.

 


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