Wels, Waller


lat. Silurus glanis

Wels, Waller, lat. Silurus glanis

Schonzeit
keine Schonzeit
Schonmaß
70 cm
kein Schonmaß in Seen / Weihern
Größe / Gewicht
300 cm / 200 kg
Alter
bis 80 Jahre
Beste Angelmethode
Kunstköder-Spinnfischen
Ansitzfischen
Bester Köder
Köderfisch / Wurm / Gummiimitat / Blinker
Merkmale:
  • Lange Afterflosse
  • Sehr kleine Rückenflosse
  • 6 Barteln - 2 längere am Oberkiefer, 4 an der Kopfunterseite
  • Welse haben keine Schuppen
  • Verhältnismässig kleine Augen
  • Welse haben ein gutes Gehör
  • Sie haben Hechelzähne
Lebensraum:

Welse leben in Seen und Flüssen vorzugsweise auf weichem, schlammigen Grund, stets unter guter Deckung und so gut wie nie im freien Wasser.

Nahrung:

Die Ernährung setzt sich hauptsächlich aus Fischen, aber auch Krebstieren und anderen Wirbellosen zusammen, größere Exemplare fressen auch Wasservögel und kleine Säugetiere.

Fortpflanzung:

Die Laichzeit der Welse fällt auf Mai bis Juli, wenn die Wassertemperatur auf 17 bis 18 Grad Celsius angestiegen ist. Die Paarung erfolgt in der Regel ufernah oder in seichten Bereichen über Wasserpflanzen oder zwischen Wurzelwerk. Das Männchen spült mit Schwanzschlägen eine Laichgrube aus, weiches Pflanzenmaterial wird mit dem Maul an den Untergrund gepresst. Dem Laichakt geht ein stürmisches Vorspiel voraus, bei dem das Männchen seine Partnerin verfolgt. Die eigentliche Paarung erfolgt meist in den Abendstunden und dauert etwa 1,5 bis zwei Stunden. Ein Weibchen legt dabei 100.000 bis 400.000 etwa 1,4 bis zwei Millimeter durchmessende Eier ab. Die Größe des Geleges schwankt in Abhängigkeit von Größe und Ernährungszustand des Muttertieres stark. Nach der Befruchtung schwellen die Eier an und können bis zum Schlupfzeitpunkt einen Durchmesser von 4,5 Millimeter erreichen. Das Gelege wird vom Männchen bewacht und regelmäßig mit Frischwasser befächelt. Die kaulquappenähnlichen Larven schlüpfen, abhängig von der Wassertemperatur, nach zwei bis drei Tagen. Unmittelbar nach dem Schlüpfen ist der Nachwuchs weitestgehend hilflos und sinkt auf den Gewässergrund, nach weiteren zwei bis drei Tagen beginnen die Tiere sich aktiv zu bewegen. Sie sind sehr lichtempfindlich und suchen nach Möglichkeit dunkle Gewässerbereiche auf. Der Dottersack ist nach etwa zehn Lebenstagen aufgebraucht, ab diesem Zeitpunkt beginnen die Larven ihre Nahrung am Grund aber auch im Freiwasser zu suchen. Zu Beginn ernähren sie sich vorwiegend von kleinteiligem Zooplankton. Später erweitert sich das Nahrungsspektrum um größere Krebstiere, Insektenlarven, kleine Schnecken und Tubifex. Nach etwa zwanzig Tagen beginnen die larvalen Merkmale zu verschwinden, zu diesem Zeitpunkt haben die jungen Welse eine Länge zwischen 2,2 und 2,5 Zentimetern erreicht. Ab einer Körperlänge von 2,5 bis drei Zentimeter beginnen sie anderer Fischbrut nachzustellen. Bei Nahrungsmangel kommt es unter dem Welsnachwuchs zu Kannibalismus, der sich bei anhaltendem Mangel verstärkt. Grundsätzlich machen aber im ersten Lebensjahr Wirbellose den weitaus größten Teil der aufgenommenen Nahrung aus. Die Geschlechtsreife erreichen Welse nach vier bis fünf Jahren.


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